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Yamaha YZ 450 Rinaldi

(((Für Bilder)))

Jetzt ist auch bei den Crosser aus dem Hause Yamaha das Ende der Eisenzeit angebrochen. Die Viertakt-Crosser übernehmen das Alu-Chassis. Wenn also eine Modernisierung im Stollengaul-Stall ansteht, könnte jetzt der richtige Moment sein, zur «kleinen» oder zur «grossen» YZ zu greifen. Zumal Yamaha auch den Motoren einige Aufmerksamkeit zugunsten von mehr Dampf in der Mitte zukommen liess.

Das neue Yamaha-Duo, das der Viertakt-Enduro-Konkurrenz tüchtig einheizen soll, steht bei pflotschigem Wetter auf dem Enduro-Gelände von Igualada bei Barcelona zum Proberitt bereit. Dass hier echte Neuheiten und nicht bloss frisch tapeziertes Material präsentiert wird, ist auf den ersten Blick ersichtlich. Um die Motoren der Yamaha YZ 250 F und YZ 450 F schlingen sich nicht die altbekannten Stahlrohre, sondern Alu-Profile mit voluminösen Querschnitten.

Während andere Offroad-Spezialisten, zuvorderst KTM, weiterhin auf den guten, alten Stahlbau setzen, schwenkt nun auch Yamaha ins Lager der Leichtmetalliker. Beide Crosser bauen auf einen vom erfolgreichen Motocrosser YZ 450 F abgeleiteten Alu-Rahmen, eine sorgfältig austarierte Kombination aus insgesamt neun Schmiede-, Guss- und Pressteilen.

Ein Blick auf die Gewichtstabelle zeigt im Vergleich zur abgelösten Stahlrohr-WR keinen Unterschied: Laut Werk wiegen beide 450er trocken 112,5 kg. Yamaha wirbt jedoch nicht mit dem Blick auf die Waage. Vielmehr erlaube die Doppelschleifen-Aluminium-Konstruktion eine tiefere Anordnung der Massen und damit des Schwerpunkts, argumentiert man. Ausserdem werden die mit dem Materialwechsel verbundenen, neuen konstruktiven Möglichkeiten genutzt, um die Festigkeitsbalance zu optimieren.

Im Fokus: Die Wendigkeit
Das Ziel der Neuausrichtung ist ein  leichtfüssigeres Handling, was gleichbedeutend ist mit schnelleren Richtungswechseln unter dem Profipiloten und was die YZ für den Amateurfahrer generell leichter beherrschbar machen soll.
Für Yamaha-Werkspilot David Frétigné, vielen als Gast auf dem Paris-Dakar-Podest bekannt, ist die Operation geglückt: «Dank des Alu-Rahmens ist das Motorrad kürzer und kompakter geworden. Zusammen mit der etwas steiler angestellten Gabel ist die Maschine handlicher geworden. Weil anderseits die Fussrasten tiefer unten platziert sind, kann ich weiterhin genug Druck aufs Hinterrad geben, sodass die YZ im Geradeauslauf gleich stabil geblieben ist.»

Auch antriebsseitig ergriff Yamaha einige das Handling erleichternde Massnahmen. So dient nun nicht mehr der Rahmen als Reservoir für die Trockensumpfschmierung, sondern ein Tank vor dem Kurbelgehäuse, was den Schwerpunkt weiter nach unten verlagert. Ausserdem werden so aussen liegende Ölleitungen eingespart. Ja, man stellte sogar den Zylinder steiler, um den Motor nach vorne rücken zu können. Ebenfalls im Interesse der Massenkonzentration wurde der Schalldämpfer gekürzt und nach vorne in Richtung Maschinenschwerpunkt gerückt.

Beim Antrieb, und da beschäftigen wir uns vorerst mit der 450er, ging es aber auch um gute Manieren. Eine neue Ausgleichswelle, hergestellt aus einer Wolframlegierung, killt Vibrationen und sorgt gemäss Yamaha für eine sanftere Leistungsentwicklung. Beides dürfte auf längeren Etappen die Kondition des Piloten schonen, was besonders den nicht ganz so toll Austrainierten entgegenkommen dürfte.

 
Technische Daten :

Motor

Typ Flüssigkeitsgekühlter Einzylinder-Viertakter. Zwei oben liegende Nockenwellen, DOHC, 5 Ventile, Ausgleichswelle (250: keine Ausgl.-Welle). Vergaser Keihin, ø 39 (37) mm, CDI-Zündung, E- und Kick-Starter. Trockensumpfschmierung.
Bohrung ¥ Hub 95 ¥ 63,4 mm
(Bohrung ¥ Hub 77 ¥ 53,6 mm)
Hubraum 449 (250) cm3
Verdichtungsverhältnis 12,3 (12,5) : 1

Kraftübertragung

Kraftübertragung Über Seilzug betätigte Mehrscheibenkupplung im Ölbad. Fünfganggetriebe. Endantrieb Dichtringkette.

Fahrwerk

Fahrwerk Semi-Doppelschleifenrahmen aus Alu mit vor dem Motor geteilten Rahmenunterzügen. USD-Gabel ø 52 mm, Ein- und Auswärtsdämpfung einstellbar, Alu-Schwinge, Zentralfederbein, Federvorspannung, Ein- und Auswärtsdämpfung einstellbar. Federwege 300/305 (310) mm.

Felgen und Bremsen

Räder Leichtmetall-Speichenräder. Schlauchreifen Dunlop. Reifen vorn und hinten 17zoll.
Bremsen Hydraulisch. Vorn Vierkolbenzange, eine Wave-Stahlscheibe. Hinten Zweicholben, eine Wave-Stahlscheibe, ø vorn 320, hinten 240 mm.

Masse und Gewicht

Abmessungen und Gewichte
Radstand 1485 (1480) mm
Lenkkopfwinkel 63,0 (63,4) °
Nachlauf 116 (114) mm
Tankinhalt 8 l
Trockengewicht 112,5 (106) kg

Achtung:

Es treffen nicht alle angaben die oben im text vorhanden sind auf mein Motorrad zu! Da mein Motorrad von Rinaldi Leistungsgeschteigert wurde.

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